PROGENIE
REZENSION - IMPLANTOLOGIE

 

 

 

 

Sinusbodenaugmentation
Schwierigkeitsgrade, chirurgisches Vorgehen, Komplikationsmanagement

 

Yamamichi N, Itose M, Wang HL, Falk S (Übersetzer)
128 Seiten, broschiert
Quintessenz Verlag, Berlin;
1. Auflage, 2010

EUR 98,--
ISBN-13: 978-3868670127

 

 

Die renomierten japanischen Autoren haben ein kompaktes und preisgünstiges Buch zum Einstieg in die Operationstechnik bei Kieferholenaugmentation im Rahmen implantologischer Maßnahmen verfasst. Dabei führt ein einfaches Konzept durch die Kapitel "anatomische Grundlagen" - Einordnung in den Schwierigkeitsgrad - erforderliches chirurgischen Vorgehen - und was tun wenns brennt - Der Umgang mit Komplikationen - intra- sowie postoperationem.


Das "einfache Konzept" ist eine Übersicht zur Einschätzung des "Gesamtbildes" anhand von Teilbefunden. Dafür ist allerdings die Auswertung eines DVTs resp. CTs notwendig. Ausbreitung des Sinus, Gestalt der Schleimhaut und Septen bishin zur Knochendichte
lassen ein "Risikodiagramm" entstehen. Dieses ist nicht nur für den Anfänger sinnvoll, sondern eignet sich auch hervorragend als Aufklärungs-hilfe im Patientengespräch. Gleichzeitig trägt es zur Qualitätssicherung bei.
Ganz hervorragend sind insbesondere die klinischen Aufnahmen, welche bishin zu Röntgenbildern mit Instrumenten in situ gehen, um didaktisch die Lage von Instrument in der Tiefe des Sinus darzustellen. Durch diese filigrane Arbeit kann auf Virtual-reality-3D-Bilder verzichtet werden. Nur einige schematische Zeichnungen verdeutlichen anatomische Zusammenhänge. Zur Komplikationsvermeidung sind auch Situationen dargestellt, die einen bei der Operation entgegentreten. So z.B. die Variationen der Schneiderschen Membran mit den lauernden Gefahren. Klar und pragmatisch schließt sich an, was in welchem Fall zu tun ist.

Im Anhang werden sämtliche verwendete Instrumente und Materialen mit Bild dargestellt. Vor allem praktisch die Instrumente zum abhalten, eröffnen und elevieren.
Leider fehlen bei den Materialien die Kollagenmembranen, mit welchen die verletzte Schneidersche Membran gedeckt werden kann. Leider sind es auch fast ausschließlich Japanische Produkte, wo ein oder mehrere Analoge am deutschsprachigen Markt wünschenswert wären. Beim Knochenersatzmaterial wird z.B. fast nur mit dem bei uns eher selten verwendeten allogenen Materialien gearbeitet.

Zusätzlich gebührt der Übersetzerin - Frau Kollegin Sabine Falk aus Erlangen Respekt, die dieses Buch so dem deutschen Leser zugänglich machte.
Alles in allem ein sehr zu empfehlendes Buch für den Einstieg - v.a. für den Preis.

 

HUETTIG, FABIAN; rating: ****

< ZURÜCK

 

 

© 2002-2010 www.progenie.de
- updated 17-Jun-2011 16:17 - optimiert für 800x1072

 

copyright of progenie by Dr. Fabian Hüttig - Fabian Huettig