PROGENIE
REZENSION - PARODONTOLOGIE ...

 

 

 

 

Farbatlanten der Zahnmedizin (1) – Parodontologie

 

Herbert F. Wolf; Edith M. & Klaus H. Rateitschak
THIEME, STUTTGART; 3., überarb. u. erw. Aufl. 2004.
532 S. m. 1870 meist farb. Abb. 32,5 cm
Einband: Buchleinen
ISBN 3136556038
EUR 279,00

 

 

Viele Rezensionen werden so beginnen, denn viele von uns rätselten über fast 2 Jahre mit dem Resümee „Lang hat er auf sich warten lassen“ – Den Weg zum „Mythos“ bereitete, dem schon in zweiter Auflage allerorts beliebten und kurz „Rateitschak“ genannten Atlas, seine neue Ausgabe die von Quartal zu Qaurtal verschobene Veröffentlichung. Ein freudig erlösendes Endlich ging durch die Runde der wie wir feststellen werden zurecht Ungeduldigen. Ergebnis der langandauernden (Über-) Arbeitungen und Erweiterungen überrashct selbst die kühnsten Träume. Der Buchnmarkt erhält ein Werk, dessen scheinbar hoher Preis, mehr als begründet ist. Ein Atlas höchster Qualität, der das State of Art in der Parodontologie vollständig(!) darstellt. Und dies mit Bildern höchster Qualität. Makellose Darstellung von durchdokumentierte Behandlungsabläufe der Parodontalchirurgie, die keinen Vergleich braucht, da sie maßstäbe setzt. Übersichtliche Schemata zeigen durchdacht in einfacher Weise komplexe Zusammenhänge der Interaktion von Zellen und Cytokinen sowie kritischen Einflussfaktoren (Rauchen, Schwangerschaft, Diabetis usw.), deren Zusammenspiel erst in den letzten Jahren mit einem Schub von wissenschaftlicher Erkenntnis erkannt werden konnte. Dies ist auch schon die Erföffnung des Buches nach einem kurzen Repititorium der Strukturbiologie – für den Studenten wie Parodontologieinteressierten Zahnarzt Einstieg in die Ätiologie vom kleinsten Baustein an. Fast 10% des Buches sind hier der Pathogenese gewidmet, nicht unnütz – gilt es doch die nach „neuer“ Nomenklatur unterschiedenen Erkrankungsformen von den Gingivitiden bis hin zu den Manifestationen HIV infizierter Patienten in der Mundschleimhaut zu differenzieren. Ausführlichst pittoresk und treffend dargestellt in den folgenen 120 großformatigen Seiten des zweiten Kapitells. Meiner Auffassung nach das Kernstück des Werkes liegt in dem großen Therapiekapitel, in welchem keine Möglichkeit der chirurgischen wie auch pharmakologischen Verfahrensweise ausgelassen wird. Auch sei bemerkt das die Grenzfelder zur Parodontologie an sich, mit Rezessionsplastiken für die Rote-Ästhetik , Parodontologie in der Kieferorthopädie und parodontalen Schäden durch cranio-mandibuläre Dysfunktionen eingearbeitet sind. Diese dem Recallteil folgende ergänzende Therapie schließt mit der Klärung der Fragestellung ab wann die Parodontologie den Zahn „fallen“ lässt und das Zepter der Implantologischen Lösung übergibt – ein gelungener Abschluß eines in ständiger Liebe zum Detail und gleichfalls allumspannenden unschlagbar konzeptionellen Werkes.

HUETTIG, FABIAN : rating: ****

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